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Man besucht Menorca nicht, man fühlt es

Der Camí de Cavalls ist ein historischer Weg von rund 185 Kilometern, der Menorca entlang der Küste vollständig umrundet. Er ist in 20 Abschnitte unterteilt, als Fernwanderweg GR-223 ausgewiesen und lässt sich zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd zurücklegen. Du musst ihn nicht komplett gehen: Viele Besucher wählen einzelne Abschnitte als Tagestouren. Dieser Guide erklärt seine Geschichte, seinen Aufbau, die beste Reisezeit und die Abschnitte, die sich von Maó aus am besten erreichen lassen.

Der Camí de Cavalls auf einen Blick

  • Distanz: insgesamt rund 185 km.
  • Abschnitte: 20 offizielle, jeweils etwa 5 bis 14 km.
  • Markierung: GR-223, mit Holzpfosten und Informationstafeln.
  • Höhenmeter: geringe Maximalhöhe, aber insgesamt rund 4.000 Höhenmeter im Aufstieg.
  • Fortbewegung: zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd.
  • Kilometer null: der Hafen von Maó.

Woher stammt der Camí de Cavalls?

Der Camí de Cavalls entstand als Verteidigungsweg: Er verband die Wachtürme und Befestigungen entlang der Küste und erleichterte Truppenbewegungen, als die Insel Ziel von Piraten und rivalisierenden Mächten war. Sein genaues Entstehungsdatum ist unklar, einzelne Abschnitte existierten aber nachweislich schon im 16. Jahrhundert. Sein Name geht auf die Pferde zurück, mit denen die Küste patrouilliert wurde.

Im 20. Jahrhundert verfiel der Weg, viele Abschnitte wurden gesperrt. Eine Bürgerbewegung zu seiner Verteidigung führte im Jahr 2000 zum Gesetz über den Camí de Cavalls; nach einem langen Prozess aus Vereinbarungen und Enteignungen – die Route quert rund 120 private Grundstücke – wurde der gesamte Weg 2010 wieder geöffnet. Heute steht er als Kulturgut unter Schutz und zählt zu den großen Naturwegen Spaniens.

Wie ist die Route aufgebaut? Die 20 Abschnitte

Der Weg ist in 20 offizielle Abschnitte unterteilt, die eher technische Einteilungen als feste Tagesetappen sind: Jeder passt die Tage seinem Tempo an. Viele Abschnitte enden an Buchten ohne Service und Unterkunft, deshalb geht man sie üblicherweise hin und zurück oder kombiniert sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Landschaft ändert sich von Küste zu Küste völlig:

  • Ostküste: sanfte, gut zugängliche Abschnitte zwischen Ferienorten, Leuchttürmen und Militärbefestigungen.
  • Nordküste: der wildeste und spektakulärste Teil, mit rötlichem Sand, dunklem Fels und den anspruchsvollsten Abschnitten wie Binimel·là – Els Alocs.
  • Südküste: Schluchten, Pinienwälder und die berühmtesten Buchten mit weißem Sand.

Welche Abschnitte, wenn du in Maó übernachtest?

Maó ist ein bequemer Ausgangspunkt, denn Kilometer null des Camí de Cavalls liegt in seinem Hafen und mehrere Abschnitte sind nur Minuten entfernt:

  • Abschnitt 1: Maó – Es Grau (rund 10 km, mittel). Er führt aus der Stadt über Sa Mesquida nach Es Grau. Wer den Asphalt am Anfang sparen will, nimmt den Bus bis Sa Mesquida.
  • Abschnitt 2: Es Grau – Favàritx (rund 8,6 km, mittel). Er verläuft komplett im Naturpark s'Albufera des Grau, dem Herzstück des Biosphärenreservats, und führt über Cala Tortuga und Cala Presili zum Leuchtturm von Favàritx.
  • Abschnitt 19: Punta Prima – Cala Sant Esteve. Er folgt der Ostküste, quert die Schlucht von Rafalet und passiert den Turm von Alcalfar und das Fort Marlborough.
  • Abschnitt 20: Cala Sant Esteve – Maó. Der Abschnitt, der den Kreis schließt: städtisch und flach, am Hafen entlang durch Es Castell.

Ein fester Standort und die tägliche Anfahrt zum Startpunkt eines Abschnitts umgehen das größte logistische Problem des Weges: den Mangel an Unterkünften entlang der Strecke, vor allem an der Nordküste.

Wann sollte man den Camí de Cavalls gehen?

Frühling und Herbst sind die beste Zeit: milde Temperaturen, tolles Licht und deutlich weniger Menschen. Im Juli und August ist es heiß und ein großer Teil der Strecke bietet keinen Schatten – starte also früh am Morgen. Im Winter ist der Weg weiterhin begehbar und herrlich einsam, allerdings kann der Tramuntana-Wind an der Nordküste kräftig blasen.

Praktische Tipps und Regeln auf dem Weg

  • Wasser und Sonnenschutz: Auf dem größten Teil der Strecke gibt es keine Brunnen. Rechne mit mindestens zwei Litern pro Person.
  • Geschlossene Schuhe: Fels, Sand und loses Geröll gehören dazu. Flip-Flops reichen nicht.
  • Schließe die Gatter: Der Weg quert über hundert Gatter aktiver Viehbetriebe. Lass sie so zurück, wie du sie vorgefunden hast.
  • Zelten ist verboten, ebenso das Übernachten an den Stränden.
  • Schütze die Natur: Ein großer Teil der Route verläuft durch Schutzgebiete. Nimm deinen Müll mit und bleib auf dem markierten Weg.
  • Plane die Rückfahrt: Prüfe vorher die Busfahrpläne, denn viele Abschnitte enden an Orten ohne Infrastruktur.

Wo übernachten für den Camí de Cavalls?

Am praktischsten ist ein fester Standort, von dem aus du die Abschnitte als Tagestouren gehst. In JUME URBAN ROOMS mitten im Zentrum von Maó bist du nur wenige Schritte von Kilometer null des Camí de Cavalls entfernt und gut an den Rest der Insel angebunden, um die übrigen Abschnitte zu erreichen. Buche deinen Aufenthalt und entdecke Menorca Schritt für Schritt.

Häufige Fragen zum Camí de Cavalls

Wie lang ist der Camí de Cavalls?

Der Camí de Cavalls ist rund 185 Kilometer lang und in 20 offizielle Abschnitte unterteilt, die die gesamte Insel Menorca umrunden.

Wie lange dauert es, den ganzen Camí de Cavalls zu gehen?

Das hängt vom Tempo ab. Wer ihn am Stück geht, braucht meist zwischen 10 und 14 Tagen und fasst die 20 Abschnitte zu längeren Tagesetappen zusammen. Einzelne Abschnitte lassen sich auch als Tagestouren gehen.

Wo beginnt der Camí de Cavalls?

Es ist ein Rundweg, man kann also überall starten. Kilometer null liegt jedoch im Hafen von Maó, wo der erste Abschnitt Richtung Es Grau beginnt.

Kann man den Camí de Cavalls mit dem Rad oder zu Pferd zurücklegen?

Ja, der Weg ist für Wanderer, Mountainbiker und Reiter freigegeben. Einige felsige oder sandige Passagen, vor allem an der Nordküste, machen das Schieben des Rades nötig.

Wann ist die beste Zeit für den Camí de Cavalls?

Frühling und Herbst. Im Juli und August ist es sehr heiß, und ein großer Teil der Strecke bietet weder Schatten noch Trinkwasser.

Ist der Camí de Cavalls gut ausgeschildert?

Ja. Er ist alle 50 bis 100 Meter mit Holzpfosten markiert, zu Beginn jedes Abschnitts stehen Informationstafeln, dazu kommt die übliche Markierung des Fernwanderwegs GR-223.

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