Die Strände im Norden Menorcas sind die wildeste Seite der Insel: goldener oder rötlicher Sand, dunkler Fels, Felsinseln vor der Küste und Landschaften, die mit den weißen Buchten des Südens nichts gemein haben. Viele sind nur zu Fuß erreichbar und haben keinerlei Service – deshalb bleiben sie selbst im August ruhig. Dieser Guide zeigt dir die schönsten, wie du hinkommst, warum der Sand diese Farbe hat und was du vor der Abfahrt prüfen solltest.
Die Strände im Norden auf einen Blick
- Cala Pregonda: die spektakulärste, nur zu Fuß ab Binimel·là.
- Cala Pilar: unberührt und abgelegen, 40 bis 45 Gehminuten.
- Cavalleria: weitläufig und fotogen, beim Leuchtturm am Cap de Cavalleria.
- Binimel·là: grober Sand, mit Parkplatz und Strandrestaurant.
- Cala Tortuga und Cala Presili: nahe dem Leuchtturm von Favàritx.
- Arenal d'en Castell und Son Parc: die Familienstrände mit voller Ausstattung.
Warum ist der Sand im Norden Menorcas rötlich?
Die Antwort ist geologisch. Der Norden der Insel besteht aus deutlich älterem Material als der Süden, mit eisenhaltigem Gestein, das beim Verwittern den Sand golden, rötlich, fast kupferfarben färbt. Daher der schroffe Kontrast: Die Südküste bietet weißen Kalksand und postkartenblaues Türkiswasser, der Norden dagegen groben Sand, dunklen Fels und ein tieferes Blau. Es ist eine rauere Landschaft mit niedriger, vom Wind geformter Vegetation und stellenweise fast mondähnlichem Charakter.
Die wilden Buchten, die man erlaufen muss
Die schönsten Strände des Nordens haben ihren Preis: Bis ans Ufer fährt man nicht. Genau diese Hürde bewahrt sie.
- Cala Pregonda. Für viele der schönste Strand Menorcas. Es gibt keine Zufahrt: Man parkt auf dem kostenlosen Parkplatz von Binimel·là, überquert diesen Strand und folgt dem Camí de Cavalls etwa 25 bis 30 Minuten. Vorgelagerte Felsinseln brechen die Wellen und bilden ein natürliches Becken, ideal zum Schnorcheln. Es gibt keine Strandbar, keine Schirme und keine Abfalleimer: Wasser mitnehmen und Müll wieder mitnehmen.
- Cala Pilar. Der Weg ist länger – rund 40 bis 45 Minuten ab Parkplatz, größtenteils durch Wald – und deshalb ist es hier selbst im August selten voll. Rötlicher Sand, dunkle Felsen und völlige Abgeschiedenheit.
- Cavalleria. Besser erreichbar als die beiden anderen, mit nahem Parkplatz und kurzem Fußweg. Weitläufig, sehr fotogen und nur einen Schritt vom Leuchtturm am Cap de Cavalleria entfernt, dem nördlichsten Punkt der Insel.
- Cala Mica und Pregondó. Zwei kleine Buchten auf demselben Weg nach Pregonda. Viele bleiben irrtümlich in Pregondó hängen – ein paar Minuten weiterzugehen lohnt sich meistens.
Strände im Norden mit Service
Wer mit Kindern reist oder das Auto lieber in der Nähe hat, findet im Norden ebenfalls bequeme Optionen:
- Binimel·là: grober Sand, reicher Meeresgrund, Parkplatz und Restaurant. Zugleich das Tor nach Pregonda.
- Arenal d'en Castell: eine große Bucht mit feinem Sand und flachem Wasser, voll ausgestattet.
- Son Parc: der einzige Strand im Norden neben einem Golfplatz, sehr gut auf Familien eingestellt.
- Fornells: weniger Strand als riesige geschützte Bucht, ein Paradies für Windsurfen und Segeln – und der beste Ort der Insel für die Langusten-Caldereta.
Welche Strände im Norden liegen am nächsten zu Maó?
Von Maó aus fächert sich die Nordküste nach Nordwesten auf, zwei Bereiche liegen aber ganz nah:
- Es Grau, etwa 15 Autominuten entfernt. Goldener Sand, flaches Wasser und ringsum der Naturpark s'Albufera des Grau. Der bequemste Naturstrand, wenn du in der Hauptstadt übernachtest.
- Cala Tortuga und Cala Presili, nahe dem Leuchtturm von Favàritx, im selben Naturpark. Achtung: Vom 1. Juni bis 30. September sind Privatfahrzeuge verboten, du musst den Shuttlebus ab dem Busbahnhof von Maó nehmen.
Cavalleria, Binimel·là und Pregonda liegen rund 45 bis 50 Autominuten von Maó entfernt, Cala Pilar etwas weiter. Alle lassen sich gut als Tagesausflug machen.
Die Tramuntana: der Faktor, der über deinen Strandtag entscheidet
Das lernen viele Besucher zu spät. Der Norden ist Tramuntana-Küste: Bei kräftigem Nordwind wird die See rau, das Wasser trüb und der Sand fliegt. Bei identischer Wettervorhersage kann eine Bucht im Süden spiegelglatt und eine im Norden unbrauchbar sein. Bevor du 50 Minuten fährst, prüfe die Windvorhersage und entscheide: Weht die Tramuntana, wechsle die Küste; kommt der Wind aus Süden, ist der Norden spektakulär und fast leer.
Praktische Tipps für die Nordküste
- Geschlossene Schuhe: Die Zugänge sind Pfade aus Erde, Fels und losem Geröll. Keine Flip-Flops.
- Wasser und Proviant: In den wilden Buchten gibt es kilometerweit weder Bar noch Brunnen.
- Früh kommen: Die Parkplätze sind unbefestigt und begrenzt; im August sind sie am Vormittag voll.
- Schnorcheln: Die Felsgründe im Norden gehören zu den besten der Insel. Nimm eine Taucherbrille mit.
- Beste Monate: Mai, Juni und September. Im August früh am Morgen.
- Natur schützen: Es sind Schutzgebiete. Nimm deinen Müll mit und bleib auf den markierten Wegen.
Wo übernachten, um den Norden Menorcas zu entdecken?
Die Insel ist klein und lässt sich komplett von einem guten Standort aus erkunden. Im JUME URBAN ROOMS mitten im Zentrum von Maó liegen Es Grau und Favàritx nur Minuten entfernt, der Rest der Nordküste unter einer Autostunde – und abends wartet die ganze Stadt auf dich. Buche deinen Aufenthalt und entdecke die wildeste Seite Menorcas.
Häufige Fragen zu den Stränden im Norden Menorcas
Welcher ist der schönste Strand im Norden Menorcas?
Cala Pregonda gilt als der schönste, wegen des rötlichen Sandes, der Felsinseln und der unberührten Umgebung. Cala Pilar punktet mit Abgeschiedenheit, Cavalleria mit Weite und besserer Erreichbarkeit.
Wie kommt man zur Cala Pregonda?
Nur zu Fuß. Man parkt auf dem kostenlosen Parkplatz von Binimel·là, überquert diesen Strand und folgt dem Camí de Cavalls etwa 25 bis 30 Minuten. Es gibt keine Zufahrt und keinen Service an der Bucht.
Warum ist der Sand im Norden Menorcas rot?
Weil das Gestein im Norden der Insel viel älter ist als im Süden und eisenhaltig. Beim Verwittern färbt es den Sand golden und rötlich – ganz anders als der weiße Kalksand des Südens.
Kann man mit dem Auto zur Cala Tortuga und Cala Presili fahren?
Im Sommer nicht. Vom 1. Juni bis 30. September sind Privatfahrzeuge verboten, man muss den Shuttlebus ab dem Busbahnhof von Maó nehmen.
Wann besucht man die Strände im Norden am besten?
Mai, Juni und September sind die besten Monate. Prüfe immer die Windvorhersage: Bei kräftiger Tramuntana wird die See rau und der Wechsel an die Südküste lohnt sich.
Gibt es im Norden Strände mit Service?
Ja. Binimel·là hat Parkplatz und Restaurant, und Arenal d'en Castell sowie Son Parc sind Familienstrände mit voller Ausstattung.